Deutliche Heimniederlage für ersatzgeschwächten ASV Schorndorf

Der Ringer-Großkampftag des ASV Schorndorf endete am Samstagabend mit einer empfindlichen 5:25-Niederlage des Bundesliga-Teams gegen den KSC Hösbach.

Bereits am Nachmittag hatte das Jugendteam in der Grauhalde zwei Begegnungen gegen den AC Röhlingen ausgetragen, wobei der ASV-Nachwuchs den ersten Kampf mit 20:16 gewann und sich im Rückkampf knapp mit 16:17 geschlagen geben musste. Am frühen Abend traf die zweite Schorndorfer Mannschaft in der Verbandsliga auf den Aufstiegsfavoriten KSV Unterelchingen, der mit einem 25:12-Erfolg die Punkte mit nach Hause nahm.

Zahlreiche Ausfälle erschweren die Aufstellung.

Um 19.30 Uhr begann der Bundesligakampf gegen den in voller Stärke angereisten KSC Hösbach, während der ASV bei seiner Aufstellung erneut improvisieren musste. Dem Trainergespann Sedat Sevsay und Jörg Sänger standen die deutschen Topathleten Ertugrul Agca, Deni Nakaev und Aaron Bellscheidt weiterhin nicht zur Verfügung. Zudem hatten Ahmet Yilmaz und Georgios Kougioumtsidis im Zuge der Vorbereitung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft keine Freigabe vom türkischen beziehungsweise griechischen Verband erhalten.

Damit musste Burak Demir im Freistil bis 71 Kilogramm trotz seiner Knieblessur antreten. Im griechisch-römischen Stil bis 86 Kilogramm ersetzte der 18-jährige Florian Levy den griechischen Weltmeister, während der sonst in der 86-Kilogramm-Klasse eingesetzte Adam Leifridt bis 98 Kilogramm aufrückte – schwierige Voraussetzungen, um dem KSC Hösbach die Punkte streitig zu machen.

Drei Kämpfe enden mit technischer Unterlegenheit.

Angesichts dieser Ausgangslage überraschte es wenig, dass die Gastgeber drei Kämpfe vorzeitig verloren. Iannis Lupu musste sich Daulet Temirzhanov ebenso mit technischer Unterlegenheit geschlagen geben wie Adam Leifridt gegen Rakhim Magamadov und Florian Levy gegen Erik Löser.

Der amtierende Deutsche Meister Timur Demir verlor gegen seinen Vorgänger, den DM-Sieger von 2025 Numan Bayram, mit 0:3. Höher fielen die Punktniederlagen von Burak Demir gegen Niklas Dorn (0:10), Ruslan Kudrynets gegen Gevorg Sahakyan (1:7), Burak Salviz gegen Tim Müller (3:11) und Stas David Wolf gegen Niktia Suchkov (0:8) aus.

Jello Krahmer und Ibrahim Ghanem holen die ASV-Punkte.

Die fünf Schorndorfer Mannschaftspunkte steuerten an diesem Abend Jello Krahmer und Ibrahim Ghanem bei. Jello Krahmer hatte gegen Robin Ferdinand zunächst einige Mühe, baute seine 2:0-Führung in der zweiten Hälfte durch taktisch kluge Entscheidungen aber noch zu einem 7:0-Erfolg aus.

Im abschließenden Kampf stellte Ibrahim Ghanem erneut seine gute Form unter Beweis. Gegen Michael Widmayer, der im Sommer von Burghausen nach Hösbach gewechselt war, gewann Ibrahim Ghanem mit 8:0 und sicherte seinem Team damit drei Mannschaftspunkte.

Auswärtskampf in Aue vor dem Ende der Vorrunde.

Nach der höchsten Heimniederlage seit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 wartet man beim ASV Schorndorf auf das Ende der Vorrunde. „Am nächsten Samstag geht es noch nach Aue – dann startet endlich die Rückrunde mit dem Stilartenwechsel und dadurch auch mit neuem Personal“, weiß Jörg Sänger. „Dann können wir personell wieder aus dem Vollen schöpfen.“

Durch das 5:25 gegen den KSC Hösbach ist der ASV in der Tabelle der eingleisigen Bundesliga auf den achten Platz zurückgefallen und liegt nach zwei Niederlagen in Folge nun vier Punkte hinter der Tabellenspitze. Der Auswärtskampf in Aue am kommenden Samstag erhält auch deshalb besonderes Gewicht, weil die Sachsen mit 6:4 Zählern und dem besseren Punkteverhältnis unmittelbar vor Schorndorf auf Rang sieben stehen.

ASV Schorndorf – KSC Hösbach 5:25 (2:13)

61 kg FR: Iannis Lupu – Daulet Temirzhanov 0:15 TÜ (0:4). 130 kg GR: Jello Krahmer – Robin Ferdinand 7:0 PS (2:4). 66 kg GR: Timur Demir – Numan Bayram 0:3 PS (2:6). 98 kg FR: Adam Leifridt – Rakhim Magamadov 0:15 TÜ (2:10). 71 kg FR: Burak Demir – Niklas Dorn 0:10 PS (2:13). 86 kg GR: Florian Levy – Erik Löser 0:15 TÜ (2:17). 75 kg GR: Ruslan Kudrynets – Gevorg Sahakyan 1:7 PS (2:19). 80 kg FR: Stas David Wolf – Niktia Suchkov 0:8 PS (2:22). 75 kg FR: Burak Salviz – Tim Müller 3:11 PS (2:25). 80 kg GR: Ibrahim Ghanem – Michael Widmayer 8:0 PS (5:25).


Der ASV beim ZVW:

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