Ungeschlagene Spitzenteams im direkten Duell

Wie viel sind die bisherigen drei Saisonsiege des ASV Schorndorf wirklich wert? Die Antwort darauf erhält der Ringer-Bundesligist am Samstagabend, wenn nach zehn Einzelkämpfen beim RSV Rotation Greiz das Endergebnis feststeht. Um 19.30 Uhr tritt der ASV in der Greizer Sporthalle an der Eisbahn beim starken Aufsteiger an.

Normalerweise bedeutet die Bezeichnung Aufsteiger, dass das Team in jedem Bundesliga-Kampf als Außenseiter auf die Matte geht. Beim RSV Greiz ist das anders, wie der Schorndorfer Trainer Jörg Sänger weiß: „Greiz ist ein richtiger Brocken. Wir gehen in Thüringen definitiv nicht als Favorit ins Rennen. Vielmehr sehe ich beide Teams auf Augenhöhe und wir erwarten, dass es nur Nuancen sein werden, die über Sieg und Niederlage entscheiden.“

Greizer Hexenkessel als zusätzliche Herausforderung.

Ein Faktor, der für die Gastgeber spricht, sind die Zuschauer. Die Greizer Ringerhalle gilt unter den Bundesligastandorten als Hexenkessel. Die Fans sitzen dicht an der Matte und sorgen für eine intensive wie explosive Atmosphäre, die dem RSV zusätzlichen Rückenwind verleihen kann. Für den ASV Schorndorf geht es daher nicht nur darum, die Greizer Mannschaft zu kontrollieren, sondern auch dem Druck eines emotionalen Heimpublikums standzuhalten.

Vor allem für die beiden Youngster Timur Demir, der in dieser Woche seinen 18. Geburtstag gefeiert hat, und Iannis Lupu dürfte es eine neue Erfahrung sein, nicht nur ihre direkten Gegner, sondern auch gut 1000 Fans gegen sich zu haben.

Der RSV Rotation Greiz ist mit einigen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet und wurde diesen in den ersten drei Kämpfen voll gerecht. Auswärts gelang ein 17:6-Sieg beim ASV Urloffen sowie am letzten Wochenende ein 28:4 beim AC Heusweiler. Der bisher einzige Heimkampf fiel dagegen mit 14:11 gegen die KG Baienfurt/Ravensburg knapp aus, was aber vor allem an der Verletzung von Serdar Durmus lag, der durch seine Aufgabe dem Gegner vier Mannschaftpunkte schenkte.

Große Kadertiefe in den mittleren Gewichtsklassen.

Durmus gehört zu einer starken Greizer Achse in den mittleren Gewichtsklassen, und es dürfte einem Lotterspiel gleichen, wen die Thüringer hier gegen ihre Gäste auf die Matte schicken werden. Doch gerade in den Gewichtsklassen bis 75 und 80 Kilogramm verfügt auch der ASV Schorndorf über eine große Kadertiefe, die dem Gegner ebenfalls bei dessen taktischer Vorbereitung Schwierigkeiten bereiten wird.

Im Freistil bis 61 kg dürfte Iannis Lupu auf den mehrfachen deutschen Jugend- und Juniorenmeister Karamjeet Holstein treffen, der 2025 bei der U23-Weltmeisterschaft am Start war und bei der DM der Männer 2026 zudem Bronze gewann. Auch im griechisch-römischen Stil bis 66 kg ist ein sehr interessantes Duell zu erwarten: Timur Demir wird ziemlich sicher auf den aserbaidschanischen Europameister von 2024 und Vizeweltmeister von 2023 treffen.

„Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die beiden gegen stärkere Gegner schlagen. Das sind genau die Kämpfe, an denen solche jungen Talente wachsen“, freut sich Jörg Sänger auf Samstag.

Jello Krahmer trifft auf einen alten Bekannten.

Im Schwergewicht kommt es für Jello Krahmer zum Wiedersehen mit seinem langjährigen nationalen Widersacher Ilja Klasner, der im Sommer vom ASV Mainz nach Greiz gewechselt ist und auch schon das Schorndorfer Trikot getragen hat.

Der ASV Schorndorf sieht dem Auswärtskampf im Greizer Hexenkessel „mit Vorfreude und Spannung entgegen“, wie Coach Sänger sagt.

„Das wird ein spannender und knapper Kampf werden, der beiden Teams aufzeigen wird, wo sie in Blickrichtung Playoffs im Vergleich mit der Konkurrenz stehen.“

Für alle Fans, die zu Hause bleiben, gibt es einen wichtigen Hinweis: Der Auswärtskampf in Greiz wird um 19.30 Uhr im Kalaluna in Schorndorf live übertragen.

 


 

Der ASV beim ZVW:

https://www.zvw.de/sport/so-geht-der-asv-schorndorf-ins-duell-der-ungeschlagenen-spitzenteams-in-greiz_arid-1099352

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