ASV Schorndorf feiert klaren 34:2-Erfolg gegen Riegelsberg
Am dritten Kampftag der Ringer-Bundesliga hat der ASV Schorndorf den KV Riegelsberg mit 34:2 bezwungen und damit seinen Platz in der Spitzengruppe der Tabelle behauptet. Es war der höchste auf der Matte erzielte Schorndorfer Bundesliga-Sieg seit dem Wiederaufstieg 2018.
Vier schnelle Siege sorgen früh für klare Verhältnisse.
Youngster Iannis Lupu eröffnete den Abend mit einem fulminanten Überlegenheitssieg gegen Till Petzinger nach nur 59 Sekunden. Der 17-Jährige begann mit spektakulären Beinangriffen und ließ, als er seinen Gegner am Boden hatte, Durchdreher um Durchdreher folgen, bis beim Stand von 16:0 die technische Überlegenheit feststand.
Die 130-Kilogramm-Klasse im griechisch-römischen Stil ist normalerweise nicht unbedingt für spektakuläre Aktionen bekannt. Doch Jello Krahmer zeigte, dass auch die „großen Jungs“ spektakulär können. Er brachte seinen 125 Kilogramm schweren Kontrahenten Johannes Müller nach eineinhalb Minuten mit einem fantastischen Wurf über die Brust zu Boden und entschied den ungleichen Kampf nach knapp zwei Minuten.
Auch Timur Demir ließ seinem Gegner Nikita Frehse keinerlei Chancen. Genau eine Minute benötigte der Schorndorfer, um Nikita Frehse technisch überlegen zu besiegen.
Immerhin 3:39 Minuten dauerte der Kampf von Adam Leifridt gegen Alessandro Carlino. Der Deutsche U20-Meister von 2025, der eigentlich in der Gewichtsklasse im Freistil bis 86 kg ringt, wurde eine Klasse nach oben in die 98 Kilogramm hochgezogen. Dort traf Adam Leifridt mit Alessandro Carlino auf einen Gegner, der gerade einmal 82,3 kg auf die Waage brachte. Die Folge war ein Überlegenheitssieg zum Zwischenstand von 16:0. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Zuschauer in vier Kämpfen gerade einmal 7:31 Minuten Ringkampfsport erlebt. Zur Erinnerung: Ein einziger Kampf dauert normalerweise sechs Minuten.
Erst der letzte Kampf vor der Halbzeit ging über die volle Distanz. Burak Demir war gegen Paul Riemer der klar bessere Ringer und kam zu einem 12:6-Punktsieg.
Schorndorfer Dominanz setzt sich nach der Pause fort.
Auch nach der Pause wurde die Gegenwehr der Saarländer nicht größer. Ahmet Yilmaz, der einzige ausländische Ringer im Schorndorfer Trikot an diesem Abend, besiegte Maximilian Kohl nach 1:55 Minuten technisch überlegen mit 17:0.
Ruslan Kudrynets setzte diesen Trend fort. Obwohl er gesundheitlich etwas angeschlagen war, bezwang er Maurice Roos vorzeitig.
Kurios verlief der Schultersieg von Stas David Wolf gegen Bruno Erlandsson nach lediglich vier Sekunden. Der gegnerische Ringer ging verletzt auf die Matte und ließ sich widerstandslos mit einem Kopfhüftschwung auf die Matte und dort auf die Schultern legen.
Burak Salviz ließ gegen Simon Monz einen weiteren Überlegenheitssieg folgen, ehe im letzten Kampf Youngster Florian Levy gegen Deni Hungaev mit 3:8 unterlag.
Unterschiedliche Strategien in der Bundesliga-Hauptrunde.
Nachdem inzwischen drei Bundesliga-Kampftage absolviert sind, zeigt sich, wie unterschiedlich die Teams taktisch die Hauptrunde angehen. Während der ASV Schorndorf das umsetzt, was er vor der Saison angekündigt hatte – er gibt, wo immer möglich, seinen jungen deutschen Ringern Wettkampfpraxis –, stellt ein Teil der letztjährigen Zweitligisten gegen die favorisierten Teams nicht seine stärksten Leute auf. Vielmehr scheint man sich die Kräfte für Gegner aufzusparen, denen man auf der Matte auf Augenhöhe begegnen kann.
Das Ergebnis dieser Vorgehensweise sind der 34:2-Sieg des ASV gegen Riegelsberg sowie parallel das 37:0 des SV Germania Weingarten gegen die RG Saarbrücken.
Schwierige Auswärtsaufgabe in Greiz wartet.
Am kommenden Wochenende wartet auf den ASV Schorndorf wieder eine richtig schwierige Aufgabe bei einem anderen Aufsteiger. Der RSV Rotation Greiz hat für diese Saison ein schlagkräftiges Team zusammengestellt und liegt punktgleich mit dem viertplatzierten ASV mit 6:0 Punkten auf Rang drei der Bundesliga.
ASV Schorndorf – KV Riegelsberg 34:2 (18:0)
61 kg FR: Lupu – Petzinger 16:0 TÜ (4:0). 130 kg GR: Krahmer – Müller 15:0 TÜ (8:0). 66 kg GR: T. Demir – Frehse 18:0 TÜ (12:0). 98 kg FR: Leifridt – Carlino 16:0 TÜ (16:0). 71 kg FR: B. Demir – Riemer 12:6 PS (18:0). 86 kg GR: Yilmaz – Kohl 17:0 TÜ (22:0). 75 kg GR: Kudrynets – Roos 16:0 TÜ (26:0). 80 kg FR: Wolf – Erlandsson 4:0 SS (30:0). 75 kg FR: Salviz – Monz 15:0 TÜ TÜ (34:0). 80 kg GR: Levy – Hungaev 3:8 (34:2).


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