ASV Schorndorf empfängt unangenehme Riegelsberger

Zum zweiten Heimkampf der Saison erwartet der ASV Schorndorf am Samstag (19.30 Uhr) den KV Riegelsberg in der heimischen Grauhalde.

Nach den ersten beiden Kampf-Wochenenden der Ringer-Bundesliga lassen sich zwar erste Tendenzen zur Stärke der einzelnen Mannschaften erkennen, dennoch sind insbesondere die „neuen“ Gegner, die 2025 noch in der zweiten Liga gerungen haben, weiterhin schwer einzuschätzen. Ähnlich wie die RKG Reilingen/Hockenheim, bei der der ASV am vergangenen Freitag mit Mühe 14:13 gewinnen konnte, zählt auch der KV Riegelsberg derzeit noch zur Kategorie „Wundertüte“.

Riegelsberg mit zahlreichen Neuzugängen.

In der vergangenen Saison belegten die Saarländer mit 4:24 Punkten noch den letzten Rang der 2. Bundesliga und konnten nur deshalb in die erste Liga aufsteigen, weil andere Mannschaften auf den Aufstieg verzichtet hatten. Dass das heutige KV-Team allerdings kaum noch mit dem der vergangenen Saison vergleichbar ist, verdeutlicht bereits der 21:5-Erfolg bei der SG Weilimdorf zum Saisonauftakt.

Gleich neun Neuzugänge hat der KV Riegelsberg für die neue Saison verpflichtet – darunter den finnischen U23-Europameister Tino Ojala, den EM-Siebten Waltteri Latvala und den international erfahrenen französischen Haudegen Armands Eloyan. Hinzu kommen mit Deni Hungaev, Malik Eliseev und Ahmet Sekmen drei junge deutsche Talente, die bereits in den ersten beiden Kämpfen ihr Potenzial unter Beweis gestellt haben.

„Riegelsberg ist ein Gegner, den man in gar keinem Fall unterschätzen darf“, warnt ASV-Coach Jörg Sänger. „Natürlich gehen wir als Favorit auf die Matte und erwarten einen Sieg. Aber die haben gute Ringer und wenn mal ein, zwei Kämpfe nicht so laufen, wie alle erwarten, kann so ein Ergebnis schnell mal knapp ausfallen.“

Junge Ringer erhalten weiter ihre Chance.

Der ASV Schorndorf wird auch am Samstag an seiner Philosophie festhalten und die „jungen Wilden“ zum Einsatz bringen. Was der Deutsche Ringer-Bund in den vergangenen Jahren über die umstrittene Punkteregelung umzusetzen versucht hat, praktiziert der ASV nun mit Köpfchen. Während damals Jugendliche zwangsweise ins kalte Wasser geworfen wurden, setzen die Schorndorfer junge Ringer wie Iannis Lupu, Timur Demir und auch Burak Salviz gezielt so ein, dass sie die Möglichkeit bekommen, als Teil des Teams zu reifen und erste Erfolge in der Bundesliga zu feiern.

Zwar gibt Jörg Sänger wie gewohnt aus taktischen Gründen keine konkreten Hinweise zur Aufstellung des ASV am Samstag gegen Riegelsberg, doch deutet er an, dass es die eine oder andere Veränderung geben könnte:

„Wir werden jetzt Schritt für Schritt auch anderen Ringern die Möglichkeit geben, in den Wettkampf einzusteigen.“

Dritter Sieg im dritten Kampf im Visier.

Gelingt den Schorndorfern am Samstag im dritten Kampf der dritte Erfolg, können sie sich endgültig im Kreis der Spitzenteams der ersten Ringer-Bundesliga etablieren, ehe es eine Woche später zum starken Aufsteiger RSV Rotation Greiz geht, der ebenfalls seine bisherigen beiden Kämpfe gewonnen hat.

Bereits um 17.30 Uhr tritt am Samstag im Vorkampf die zweite Mannschaft des ASV Schorndorf in der Verbandsliga gegen den Mitaufsteiger ASV Nendingen an.

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