Beeindruckende Rückkehr ins Oberhaus / Auch die Reserve siegreich

(Schorndorfer Nachrichten, 30.09.19 Simeon Kramer)
Mit 19:5 gewann der ASV Schorndorf beim AC Lichtenfels seinen ersten Kampf nach der Bundesligarückkehr und meldete sich eindrucksvoll in der Ringer-Eliteklasse zurück. Zehn Kämpfe, sieben Siege, drei Niederlagen– eine starke Bilanz der Schorndorfer Ringer vor 420 Zuschauern im Lichtenfelser Hexenkessel. Den ersten Kampf verloren die Schorndorfer allerdings in der Klasse 57 kg Freistil (FR). Engin Cetin begegnete dem türkischen Meister Duman zwar auf Augenhöhe, musste aber in letzter Sekunde eine Wertungabgeben (0:1 Punkte). Die Reaktion des ASV ließ nicht lange auf sich warten: Drei Siege in Folge holten die Schorndorfer Ringer und zogen mit 7:1 Punkten davon. Eigengewächs Jello Krahmer, der in der vergangenen Regionalliga-Saison keinen einzigen technischen Punkt abgab, hatte es im zweiten Kampf mit dem mehrfachen bulgarischen Meister Metodiev in der Klasse 130 kg griechisch-römisch (GR) zu tun. Mit einem 1:1-Punktesieg holte er in einem ausgeglichenen Kampf verdient den ersten Mannschaftspunkt für den ASV. Razvan Arnautu (61 kg GR) und Ertugrul Agca (98 kg FR) zeigten ihren Kontrahenten jeweils deutlich die Grenzen auf und gewannen den dritten und vierten Kampf hochverdient. Mit diesem 7:1 fiel laut ASV-Trainer Sedat Sevsay eine kleine Vorentscheidung: „Nach den drei Kämpfen haben wir gemerkt, dass es heute für uns richtig gut laufen könnte. Die hohen Siege waren richtig viel wert.“ Ein Sonderlob hatte Sevsay für den jungen Neuzugang Idris Ibaev (71 kg GR) übrig: In nur 4:09 Minuten fertigte Ibaev, der in der letzten Runde noch in der Oberliga Nordrhein-Westfalen gerungen hatte, den bulgarischen Nationalmannschafts-Athleten Savchev ab (18:3-Wertung). Der 19-Jährige, an dem die Schorndorfer noch viel Freude haben werden, dominierte nach Belieben,für einen besonderen Überwurf gab Kampfrichter Thomas Hausmann gar vier Punkte. Der ASV war endgültig auf der Siegerstraßeund führte nun mit 12:3 Punkten. Neuzugang und Topringer Zakarias Berg besiegte im „absoluten Leckerbissen“ (Sevsay) den deutschen Kaderringer Hannes Wagner (86 kg GR). Auch Maximilian Schwabe erwischte im zehnten und letzten Kampf einen Sahnetag. In der Klasse 75 B kg GR zeigte er im Bodenkampf mehrere Durchdreher-Aktionen und sicherte sich mit 16:0 den zweiten technischen Überlegenheitssieg der ASV-Ringer.
Sevsay war danach mehr als zufrieden. „Man weiß vor der Saison nie, was einen erwartet, so ein Auftakt ist immer schwer.“ Was für ein Wochenende – bereits am Freitagabend waren die ASV-Ringer bei der Sportlerehrung der Stadt Schorndorf als Mannschaft des Jahres 2019 geehrt worden – und Jello Krahmer als Sportler des Jahres.

Am Donnerstag, 3. Oktober, empfängt der ASV im ersten Heimkampf den SV Johannis Nürnberg (15 Uhr, Grauhalde).
Zum Vorkampf bereits um 13:00 Uhr möchte die Bundesliga Reserve des ASV, rund um Ihren Trainer Max-Däffner unbedingt gegen den SV Ebersbach II die Tabellenführung in der Landesklasse verteidigen.

Kampfprotokoll AC Lichtenfels vs. ASV Schorndorf:

57 kg FR: Duman – Cetin 3:3 PN (1:0)
130 kg GR: Metodiev – Krahmer 1:1 PS (1:1)
61 kg GR: Andrasi – Arnautu 1:13 PS (1:4)
98 kg FR: Meixner – Agca 0:11 PS (1:7)
66 kg FR: Hoffmann – Wagner 7:1 PN (3:7)
86 kg GR: Wagner – Berg 1:1 PS (3:8)
71 kg GR: Savchev – Ibaev 3:18 TÜ (3:12)
80 kg FR: Sokalski – Sultanov 7:0 PS (5:12)
75A kg FR: Lurz – Wolny 0:12 PS (5:15)
75B kg GR: Thumshirn – Schwabe 0:16 TÜ (5:19)

Kampfprotokoll TSV Herbrechtingen II vs. ASV Schorndorf II:

57 kg FR: Kosan Kampflos (4:0)
130 kg FR:Yildiz – Nüßle SS (8:0)
61 kg GR: Rul – Huzau SS (8:4)
98 kg GR: Strauß – Kampflos (12:4)
66 kg FR: Graovac – Wild SS (12:8)
86 kg GR: Taherkhani Kampflos (12:12)
71 kg GR: Prudnikov – Yöce SS (12:16)
80 kg FR: Seller – Thumm 1:16 TÜ (12:20)
75 kg FR: Däffner – Renner AS (16:20)

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