ASV Schorndorf vor erstem Auswärtskampf in Reilingen/Hockenheim

Bereits am Freitagabend steht für die Ringer des ASV Schorndorf der erste Auswärtskampf der Saison bei der RKG Reilingen/Hockenheim auf dem Programm. Um 20.30 Uhr trifft der ASV in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle auf den letztjährigen Fünften der 2. Bundesliga Süd. Dass der Deutsche Mannschaftsmeister der Saison 2024/25 auf eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der zweiten Liga trifft, ist eine Folge der Ligareform des Deutschen Ringer-Bunds: Der DRB löste die beiden zweiten Ligen auf und integrierte deren Teams in die Bundesliga.

Kräfteverhältnisse müssen sich erst zeigen.

Wie gut die letztjährigen Zweitligisten mit den bislang im Oberhaus ringenden Mannschaften mithalten können, dürfte sich erst im weiteren Saisonverlauf zeigen. Zumindest gaben sich die etablierten Bundesligisten am ersten Kampftag gegen die vermeintlichen Underdogs keine Blöße und Überraschungen blieben aus. Lediglich der ASV Mainz musste bei seinem 13:12-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue bis zum Ende um den knappen Sieg bangen.

Die RKG Reilingen/Hockenheim verlor bei ihrer Rückkehr in die Beletage des deutschen Ringkampfsports beim sieglosen Bundesliga-Letzten der Vorsaison, der RKG Freiburg 2000, mit 9:16. Lässt dieses Ergebnis bereits Rückschlüsse auf die Stärke des kommenden Gegners zu?

„So einfach ist die Rechnung leider nicht“, hebt ASV-Coach Jörg Sänger warnend den Zeigefinger.

„Wir erwarten einen Gegner, der gegenüber dem Auswärtskampf in Freiburg zuhause nochmal eine ordentliche Schippe drauflegen und die Heimfans im Rücken haben wird. Deshalb werden wir hochkonzentriert auf die Matte gehen und den Gegner in keinem Fall unterschätzen.“

Olympiamedaillengewinner im Kader der RKG.

Auch wenn die Kurpfälzer nicht über die Kadertiefe des ASV Schorndorf verfügen, stehen in ihrem Aufgebot einige klangvolle Namen – allen voran Denis Kudla, der bei den Olympischen Spielen 2016 und 2021 jeweils die Bronzemedaille für Deutschland gewann. Jello Krahmer dürfte es in der Griechisch-Römisch-Klasse bis 130 Kilogramm mit dem Armenier Albert Vardanyan zu tun bekommen, der in den vergangenen Jahren im U20- und U23-Bereich mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen hat. Im Freistil bis 71 Kilogramm rechnen die Schorndorfer zudem mit dem starken Moldawier Sergiu Lupasco.

Youngster könnten erneut ihre Chance erhalten.

Mit welcher Aufstellung der ASV die mit 138 Kilometern Entfernung kürzeste Auswärtsfahrt der Saison bestreiten wird, bleibt im Vorfeld wie gewohnt offen. Gegen vermeintlich schwächere Gegner könnten jedoch vor allem die beiden aufstrebenden Youngster Iannis Lupu und Timur Demir erneut eine Chance erhalten, nachdem sie bereits am vergangenen Samstag beim 13:11-Sieg gegen Meister Burghausen überzeugen konnten.

Wer das Schorndorfer Trainerduo Sedat Sevsay und Jörg Sänger kennt, weiß, dass beide trotz der klaren Favoritenrolle am Freitagabend nichts riskieren werden. Die Spartaner dürften deshalb mit dem bestmöglichen Team anreisen, um sich mit einem weiteren Erfolg an der Tabellenspitze festzusetzen.

 


Der ASV beim ZVW:

https://www.zvw.de/sport/favoritenrolle-beim-aufsteiger-ringer-des-asv-schorndorf-sind-trotzdem-gewarnt_arid-1097539

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