ASV Schorndorf empfängt in einem Klassiker den SC Kleinostheim

Am Samstag (19.30 Uhr) empfängt der ASV Schorndorf in der Ringer-Bundesliga den SC Kleinostheim – eine Begegnung zweier Teams, die in normalen Zeiten einen Leckerbissen für die Fans des Ringkampfsports verspricht.

Wiederauflage des Playoff-Finales von 2024/25

Nun jedoch findet die Wiederauflage des Playoff-Finales von 2024/25 zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt statt. In Las Vegas läuft bereits seit dem 12. Oktober die U23-Weltmeisterschaft und am 24. Oktober startet im kasachischen Astana die WM der Senioren – Turniere, die es besonders für die Top-Teams der Bundesliga traditionell schwierig machen, da in ihren Kadern zahlreiche Nationalringer aus verschiedenen Ländern stehen. Hier gibt es zum großen Teil schlichtweg keine Möglichkeit, auf die Ringer zuzugreifen, weil sie sich in der WM-Vorbereitung befinden und nicht freigegeben werden, was große Lücken in die Kader reißt.

„Das geht nicht nur uns beim ASV so, sondern so gut wie jedem Verein in der Bundesliga. Ob ein Ringer eingesetzt werden darf, liegt ganz in der Hand der jeweiligen Verbände bzw. Nationaltrainer“, erklärt Trainer Jörg Sänger.

Für Stas David Wolf, der am Samstag fast parallel zum Bundesliga-Kampf in Las Vegas auf der Matte stehen wird, habe man beispielsweise am letzten Wochenende für den Auswärtskampf in Aue erst im Lauf des Vormittags grünes Licht für einen Einsatz bekommen. „Das macht eine vernünftige Planung für den nächsten Bundesliga-Kampf fast unmöglich und am Ende muss man eben oft improvisieren, um ein vollständiges Team stellen zu können.“

Dazu kommt, dass von den Ärzten bislang noch kein Go für den Einsatz der langzeitverletzten Georgios Scarpello und Aaron Bellscheidt gekommen ist und Lucas Lazogianis vom Deutschen Ringer-Bund aus dem WM-Kader gestrichen wurde, weil seine Verletzung noch nicht komplett ausgeheilt ist.

Stilartwechsel steht an

Alle drei sind jetzt, da die Hälfte der Bundesliga-Hauptrunde absolviert ist, integrale Bestandteile der Kaderplanung – denn nach sechs Kampftagen erfolgt der traditionelle Stilartwechsel. Dabei bleiben zwar die zehn Gewichtsklassen bestehen, doch wird jeweils zwischen Griechisch-Römisch und Freistil gewechselt. So hat beispielsweise Jello Krahmer als „Greco“-Spezialist im Schwergewicht jetzt Pause – denn in der Klasse bis 130 Kilogramm wird ab sofort Freistil gerungen. Für ihn kommt nun Mohsen Siyar zum Einsatz. Der Deutsch-Iraner ist zwar ebenso für die Weltmeisterschaft nominiert, seine Gewichtsklasse ist bei der WM jedoch erst in der zweiten Woche dran, so dass er Stand jetzt am Samstag gegen Kleinostheim auflaufen kann.

Beim ASV geht man davon aus, dass die Unterfranken trotz der internationalen Turniere mit einem starken Kader anreisen werden. Mit Kapitän Pascal Eisele steht beispielsweise ein bärenstarker Routinier in den Kleinostheimer Reihen, der nicht für die WM nominiert wurde. Dazu ist Darius Kiefer, der am Dienstag für Deutschland Bronze geholt hat, bei der U23-WM bereits durch und kann am Samstag vermutlich schon wieder eingesetzt werden.

„Darüber hinaus haben sie letzten Woche drei Japaner nachlizenziert, die nicht im japanischen WM-Kader stehen“, weiß Jörg Sänger, der sein Team deshalb in der Außenseiterrolle sieht. „Aber natürlich werden auch wir die bestmögliche Mannschaft ins Rennen schicken, um unseren Fans attraktive Kämpfe zu bieten“, so Sänger weiter. Wie diese konkret aussehen wird, wird sich vermutlich erst am Samstag entscheiden.

Letzter Kampf vor der WM-Pause

Nach dem Heimkampf gegen den SC Kleinostheim steht in der Bundesliga aufgrund der WM eine dreiwöchige Pause an, ehe es am 7. November mit einem Auswärtskampf in Saarbrücken weitergeht. Eine Pause, die sie beim ASV Schorndorf herbeisehnen…

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