Die Spartaner deklassieren minimierten KSC Hösbach

ASV Schorndorf – KSC Germania Hösbach 25:6 (17:0) / Die Spartaner vom ASV fegten die neun Vikings aus Hösbach mit einem Kantersieg von der Matte

Zwei Kämpfe, zwei Siege – besser hätte die Saison 2023/24 in der Bundesliga Ost für die Ringer des ASV Schorndorf nicht beginnen können. Nach dem 11:8-Auswärtssieg am Samstag in Lichtenfels besiegte das Team des Trainergespanns Sedat Sevsay und Jörg Sänger in einer gut gefüllten Sporthalle Grauhalde den KSC Germania Hösbach mit 25:6. Schon eine Dreiviertelstunde vor Kampfbeginn war an der Waage klar, dass an diesem Dienstagnachmittag viel passieren müsste, sollte der KSC Hösbach die Punkte mit nach Hause nehmen. Die Gäste schickten nur neun statt zehn Ringer ins Rennen und ließen die Klasse Griechisch-Römisch bis 61 Kilogramm unbesetzt. Allerdings hatten sie am letzten Kampftag in Baienfurt zwei Verletzte zu beklagen und konnten über das Wochenende keinen Arzt zur Behandlung auftreiben, kam nach dem Kampf heraus. „Wir hätten gedacht, dass sie mit einem stärkeren Team anreisen würden. Vielleicht hat ihnen unser gutes Auftreten in Lichtenfels ja schon den Atem geraubt und sie haben deshalb darauf verzichtet, ein stärkeres Team zu stellen“, sandte Jörg Sänger eine Spitze in Richtung Hösbach. Ahmed Alfaraj, von den Wrestling Tigers Rhein-Nahe neu zum ASV gekommen, brauchte zum Einstieg in den Kampfnachmittag nur 59 Sekunden, um gegen den Jugendlichen Sergej Vogel mit Technischer Überlegenheit zu gewinnen. Noch schneller war im Superschwergewicht Jello Krahmer, der den um fast 30 Kilogramm leichteren Niclas Schiffmann in nur 55 Sekunden technisch überlegen besiegte. Da im Anschluss Georgios Scarpello kampflos siegte, führten die Hausherren nach gerade mal 114 gekämpften Sekunden schon mit 12:0. Die erste richtige Ringkampf-Action
erlebten die Zuschauer dann erst im vierten Duell des Abends. Ertugrul Agca und Johannes Deml lieferten sich im Freistil bis 98 Kilogramm einen offenen Kampf. Der Schorndorfer wurde vom Kampfrichter als der aktivere Ringer ausgemacht und profitierte bei seinem 3:0-Punktsieg gleich zweimal von Passivitätszeiten seines Gegners, für die er jeweils einen Zähler zugesprochen bekam. Extrem stark präsentierte sich Neuzugang Islam Dudaev beim 13:0 gegen den Deutschen Vizemeister Niklas Dorn. Der Kampf war dabei jedoch nicht so einseitig, wie es das Ergebnis aussagt. Beide Ringer kämpften jede Aktion aufs äußerste aus, wobei Dudaev auf jeden Angriff Dorns eine Antwort parat hatte und diesen zur Verzweiflung brachte. Spannend gestaltete sich das 86 kg-Duell von Zakarias Berg gegen Erik Löser. Der Schorndorfer Schwede nutzte gleich die erste Bodenlage seines Gegners zu zwei Durchdrehern, was ihm eine sichere 5:0-Führung bescherte. Löser setzte alles daran, den Rückstand wettzumachen, doch wehrte Berg dessen Angriffe gut ab und feierte einen 6:3-Sieg. Spektakulär gestaltete sich der Kampf in der Gewichtsklasse Griechisch-Römisch bis 71 Kilogramm zwischen Ruslan Kudrynets und dem ehemaligen Schorndorfer Nils Buschner. Mit einem Ausheber aus der Oberlage.

Text: Scherlinsky / Kern Foto: Hans Kern Schorndorf, den 04.10.2023

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